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Tarian Platz

Ein Platz Namens Tarian 1400 Kilometer entfernt


Vor ein paar Wochen besuchten 52 Mitglieder des Tarianer Musikvereins und Selbstverwaltung Hattstedt/Schleswig-Holstein, mit der das Dorf seit 19 Jahren feste Freundschaft und seit 2007 den Partnerschaftskontakt pflegt. Der erste Gipfelpunkt des Programms war das Taufen eines Platzes auf den Namen Tarian, "das ab diesem Tag die Freundschaft zwischen Tarian und Hattstedt verkündigt". Bei diesem Fest erklangen die deutsche und ungarische Hymne, Ralf Hessmann, Bürgermeister von Hattstedt und István Fülöp, Vorsitzender der Deutschen Minderheitenselbstverwaltung Tarians, würdigten diesen bedeutungsvollen Tag. Unter den Auftretenden Gruppen spielten die Tarianer Kapellen "Csibeszek" und S-Iker, und zum ersten Mal tanzte die Majorettengruppe und sang der 30 jähriger Gesangkreis hier in Deutschland. Die nächsten zwei Tage verliefen mit Kultur und Festen, wo sämtliche Gruppen auftraten, und der Gesangkreis sogar an der kirchlichen Messe zwei deutsche und ein ungarisches Lied sang. Auch Nordfriesland konnte später von den Tarianern erforscht werden: Inseln, Baden in der See, Schifffahrten, und die Beobachtung von Ebbe und Flut machten die Ausflüge spannend. Das vielleicht unvergesslichste Ereignis war die vom Tornado begleitete Radtour auf der Insel Amrum. Obwohl alle durchnässt wurden, waren alle froh, das Wetter heil durchgestanden zu haben. Die überwältigende Natur, frische Luft und das freudige Empfangen bleibt für die Tarianer ein ewiges Erlebnis.

Georg Stréhli
Leiter des Musikvereins in Tarian

"Tarian-Stein" unter der großen Eiche

Delegation aus der ungarischen Partnerstadt war bei der feierlichen Einweihung dabei / Erste Kontakte wurden 1990 geknüpft Hattstedt. Nicht nur ein feierlicher, sondern auch ein emotionaler Augenblick: Mit einer Flaggenparade und dem Spielen der Nationalhymnen Ungarns und Deutschlands durch den Spielmannszug Hattstedt begann die Einweihung des "Tarian-Platzes" (Tarian ist die ungarische Schreibweise für Tarjan).

An der Ecke Lindenweg/de Straat in Hattstedt wurde unter der großen Eiche ein Stein mit der entsprechenden Aufschrift enthüllt. Mit von der Partie waren Mitglieder der Delegation aus der Partnergemeinde, der Tarjan-Beauftragte Hattstedts, Karl-Heinz Hansen, Gemeindevertreter und die "Väter" der Partnerschaft, Stefan Fülop, ehemaliger Bürgermeister Tarjans, sowie der Ehrenvorsitzende des Spielmannszuges Hattstedt, Udo Wohnsen.

"Dieser Ort soll die Partnerschaft der beiden Gemeinden nach außen sichtbar machen und an sie erinnern", sagte Hattstedts Bürgermeister Ralf Heßmann. Er solle aber nicht nur Gedenkstätte sein, sondern beweisen, dass die schon fast 20-jährige Partnerschaft gelebt wird. Seitdem sie im Juli 2007 auch politisch besiegelt worden sei, habe es noch mehr gegenseitige Besuche zwischen Vereinen, Organisationen und politischen Gremien gegeben. Das beweise auch der Besuch von 60 Tarjanern im Alter zwischen zwölf und 70 Jahren anlässlich des Grillfestes des Spielmannszuges (wir berichteten). Weitere Aktivitäten 2010: die Teilnahme der Hattstedter am Schwabentag in Tarjan, Besuch der 1. Herren-Fußball-Mannschaft des TSV Hattstedt und ein im Herbst geplanter Besuch von Hattstedter Gemeindevertretern. "Es verbindet uns sehr viel, und das wollen wir leben und weitergeben", bekräftigte Heßmann, und: "Wichtig ist, dass die jungen Menschen die Partnerschaft erleben und weiter voranbringen." Historisch sei das Jahr gewesen, in dem der damalige Bürgermeister Johann Carstensen eine Eiche gepflanzt hat, denn 1980 hatte sich die Gewerkschaft "Solidarnoc" gegründet, die symbolisch für die Demokratisierung des Ostens stand. Heßmann weiter: "Ungarn und Deutsche stehen für Freundschaft und Partnerschaft." Letztlich eien es die Ungarn gewesen, die entscheidend zur Wiedervereinigung Deutschlands beigetragen hätten. Sie ließen die Deutschen aus dem Osten ausreisen. Heßmann: "Wir wissen es zu schätzen, dass es Menschen in beiden Gemeinden gibt, die sich viel Mühe geben, Volksgut zu erhalten und weiterzugeben."

Die Erfolgsgeschichte begann übrigens nach dem Mauerfall 1990. Der damalige Vorsitzende des Spielmannszuges, Udo Wohnsen, organisierte eine Partnerschaft, zunächst unter dem Motto "Internationale Jugendbegegnung mit Musik". Mit ins Boot nahm er dan damaligen Kreisjugendpfleger Hans Pickert. Die erste Reise der Spielleute erfolgte 1992. 1993 gab es den Gegenbesuch in Hattstedt, seither jährlich im Wechsel. Freundschaften entstanden und vertieften sich. Tränenreiche Verabschiedungen der Jugendlichen sind an der Tagesordnung. Auch die Akteure der Watten-Pipeband und des Feuerwehr-Musikzuges Hattstedt-Wobbenbüll haben bereits die Partnergemeinde Tarjan besucht.

 
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